Kein berauschender Europacup für die Schweizer Teams in Winterberg

Kein berauschender Europacup für die Schweizer Teams in Winterberg

Vom 18. bis 20. Dezember 2025 fanden in Winterberg (GER) die Rennen des vierten und fünften Europacups der laufenden Saison statt. Für die Schweizer Teams entwickelte sich das Rennwochenende jedoch schwierig und war von mehreren Ausfällen sowie gesundheitlichen Problemen geprägt.

Im Vorfeld der Rennen kam es bei den Frauen zu einem Platzwechsel zwischen Europacup und Weltcup. So ging die Weltcup-Pilotin Debora Annen im Europacup an den Start, während Selina Isler dadurch die Möglichkeit erhielt, ihr Weltcup-Debüt in Sigulda zu geben. Debora Annen zeigte im Monobob eine solide Leistung. Sie klassierte sich auf Rang 5 hinter der Siegerin Leona Klein (GER) sowie den drei zeitgleichen Zweitplatzierten Lin (TPE), Weiszewski (POL) und De Silvestro (ITA).

Im ersten von zwei geplanten Zweierbob-Rennen zeigte Annen mit Anschieberin Julie Leuenberger steigern eine gute Leistung und fuhr auf den dritten Platz. Das Rennen wurde jedoch aufgrund zunehmend schlechter Sichtverhältnisse bereits nach dem ersten Lauf abgebrochen und entsprechend gewertet. Für das zweite Zweierbob-Rennen am darauffolgenden Tag verzichtete Annen auf einen Start, da sie sich gesundheitlich nicht vollständig fit fühlte.

Auch bei den Männern standen die Schweizer Teams unter keinem guten Stern. Ursprünglich waren die Teams Reich und Rohn gemeldet, doch nach einem Trainingssturz musste das Team Reich kurzfristig auf einen Start verzichten. Nils Reich muss die Saison aufgrund einer Wirbelfraktur an der Wirbelsäule vorzeitig beenden.

Damit blieb Kilian Rohn mit Anschieber Julien Matthys das einzige Schweizer Team im Zweierbob. Das Duo belegte den 14. Rang.

Zwei Tage später ging Kilian Rohn auch im Viererbob an den Start. Gemeinsam mit André Touré, Jan Hohl und Livio Maly erreichte er im ersten Rennen den neunten Platz. Für das zweite Viererbob-Rennen musste das Team jedoch Forfait erklären, da der Pilot aufgrund von Problemen mit den Hamstrings nicht mehr einsatzfähig war.

Neben diesen Ausfällen fehlten weitere Schweizer Teams aus diversen Gründen. So war das Team Scherrer aus beruflichen sowie mannschaftsinternen Gründen nicht am Start. Das Team Renggli und Felder konnte in Winterberg ebenfalls nicht starten, da die notwendige Bahnerfahrung fehlte. Felder war in den ersten Tagen als Spurbob-Pilot im Einsatz, musste nach einem Sturz jedoch frühzeitig abreisen.

Insgesamt war der Europacup in Winterberg für die Schweizer Mannschaften von zahlreichen Rückschlägen geprägt. Die Resultate sowie die unfall- und krankheitsbedingten Ausfälle lassen nicht von einer erfolgreichen Woche sprechen. Der Fokus liegt nun auf einer stabilen Vorbereitung, um beim kommenden Europacup-Rennen in Igls (15. – 18. 01.2026) fit und mit vollständigen Teams antreten zu können.

 

Text: Sven Renggli
Foto: Andre Toure