Der Monobob-Wettbewerb der Frauen eröffnete am 15. und 16. Februar mit den Läufen eins bis vier die olympischen Winterspiele 2026 aus Bobsicht. Im Fokus stand Melanie Hasler, die im Monobob eine sehr überzeugende Leistung zeigte, während Debora Annen wertvolle Erfahrungen sammelte und sich im Verlauf des Rennens steigern konnte.
Melanie Hasler startete mit sehr guten Startzeiten in das Rennen und bestätigte diese Stärke über alle vier Läufe hinweg. In den ersten beiden Durchgängen gelang es ihr, die explosive Startleistung auch in schnelle Fahrten umzusetzen und ihre Position zu festigen. Erst im dritten Lauf kostete ein Fehler in der Bahn wertvolle Zeit – die neuntbeste Laufzeit bedeutete einen kleinen Rückschlag und liess sie den Anschluss an die vorderen Plätze kurzzeitig verlieren.
Doch Hasler zeigte im entscheidenden vierten Lauf eine beeindruckende Reaktion. Mit ihrer bis dahin besten Startzeit und einer regelrechten Fabelfahrt setzte sie die Bestzeit des Laufs und bewies, dass sie auch unter Druck auf höchstem Niveau liefern kann. Diese starke Schlussleistung sicherte ihr den hervorragenden fünften Rang und damit ein olympisches Diplom.
Debora Annen hatte im Monobob hingegen einen schwierigeren Wettkampf. Der Start verlief deutlich verhaltener als bei ihrer Landsfrau, und nach einem schwächeren ersten Lauf fand sie sich zunächst auf Rang 17 wieder. Doch Annen bewies Kampfgeist und steigerte sich von Lauf zu Lauf. Mit soliden Fahrten und einer kontinuierlichen Leistungssteigerung arbeitete sie sich bis auf Rang 11 vor. Diese Aufholjagd zeigt, dass die junge Schwyzerin, die noch am Anfang ihrer Karriere steht, auch in der Zukunft ein enormes weiteres Potenzial hat.
Text: Sven Renggli
Fotos:IBSF / Viesturs Lacis