Beim Skeleton-Weltcup in Winterberg fand aufgrund von starkem Schneefall nur das Rennen der Frauen statt. Dort war eine deutliche Leistungssteigerung erkennbar.
Im Frauenrennen zeigte Sara Schmied einen starken Start. Mit der fünft- und sechstbesten Startzeit des gesamten Feldes bestätigte sie ihre Qualitäten beim Start eindrücklich. Die grösste Herausforderung war Kurve 0, in der bereits entscheidend viel Zeit verloren gehen kann. Der zweite Lauf der 20-Jährigen war insgesamt deutlich sauberer und kontrollierter, was sich positiv im Resultat widerspiegelte. Mit dem 22. Platz gelang Sara Schmied eine weitere Steigerung.
Der Fokus richtet sich nun voll auf die Heimbahn in St. Moritz, wo in den kommenden Rennen ein weiterer Schritt nach vorne erfolgen soll. Das erklärte Ziel ist ein Top-20-Resultat, welches zugleich die Erfüllung der Olympia-B-Norm bedeuten würde.
Das Herrenrennen am Freitag musste aufgrund von Schneefall abgesagt werden. Dies ist aus Schweizer Sicht besonders bedauerlich, da die Buff-Brüder in den Trainingsläufen einen starken Eindruck hinterlassen hatten. Das abgesagte Rennen wird auf Mittwoch, 7. Januar, in St. Moritz verschoben. Dort stehen für die Schweizer Athleten gleich zwei Heimrennen auf dem Programm, bei denen sie erneut angreifen und ihren Kurs Richtung Olympiateilnahme bestätigen wollen.
Nicht am Start in Winterberg war Julia Simmchen. Sie hat sich bewusst dafür entschieden, die beiden Weltcuprennen auszulassen, um im Nord America Cup in Lake Placid beim anstehenden Dreifach-Rennen wichtige Punkte zu sammeln. Ziel ist es, sich mit einer Klassierung in den Top 55 den Weltcup-Quotenplatz für die kommende Saison zu sichern. Sie steigt in Altenberg (GER) wieder in den Weltcup ein.
Text: Sven Renggli
Foto: IBSF / Viesturs Lacis