Im Anschluss an den letzten Europacup der Saison fanden vom 26. bis 27. Januar 2026 in St. Moritz die Junioren-Weltmeisterschaften statt – der sportliche Höhepunkt der Saison für die Juniorenteams. Neben den bereits aus dem Europacup bekannten Teams Isler, Scherrer und Renggli ging auch Debora Annen mit ihrem Team an den Start. Nicht teilnehmen konnte leider das dritte Schweizer Juniorenteam um Kilian Rohn, da sich der Pilot beim Weltcuprennen in Altenberg eine Schulterverletzung zugezogen hatte.
Die Junioren-WM begann aus Schweizer Sicht mit einem Traumstart. Im Monobob der Juniorinnen krönte sich Debora Annen zur Junioren-Weltmeisterin. Mit einem herausragenden Rennen auf der Heimbahn von St. Moritz feierte sie einen fantastischen Sieg. Auch Selina Isler zeigte eine deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zu dem vergangenen Europacuprennen und fuhr auf den hervorragenden dritten Rang. Damit standen gleich zwei Schweizerinnen auf dem Podest, ein grosser Erfolg für die Schweizer Juniorinnen Teams. Zusätzlich sicherte sich Selina Isler in der U23-Wertung den Vize-Weltmeistertitel.
Auch am zweiten Wettkampftag durfte aus Schweizer Sicht gejubelt werden. Im Zweierbobrennen der Juniorinnen gewann Debora Annen gemeinsam mit Anschieberin Julie Leuenberger den starken Vize Weltmeistertitel. Selina Isler belegte zusammen mit Anschieberin Lia Flattich den 6. Rang und durfte sich damit ebenfalls über ein gutes Resultat und einen Platz im erweiterten Podium freuen.
Bei den Herren verliefen die Junioren-Weltmeisterschaften ebenfalls sehr erfreulich. Im Zweierbobrennen bestätigte Jan Scherrer seine Leistungen und belegte den 7. Rang. Nur 0,01 Sekunden dahinter klassierte sich Sven Renggli bei seiner ersten Junioren-Weltmeisterschaft auf Rang 8, was als sehr gutes Ergebnis zu werten ist. Kleinere Fehler im unteren Bahnteil verhinderten eine noch bessere Platzierung. In der U23-Wertung bedeutete dieses Resultat für Renggli den undankbaren, aber dennoch starken 4. Rang.
Zum Abschluss der Junioren-WM stand die Königsdisziplin, das Viererbobrennen, auf dem Programm. Jan Scherrer ging mit seiner Mannschaft Tobias Gnägi, Leandros Manganas und Linus Casutt an den Start. Casutt musste nach dem ersten Lauf krankheitsbedingt aufgrund von Magenproblemen ersetzt werden und wurde im zweiten Lauf durch Joel Meier abgelöst. Gemeinsam erreichte das Team den sehr guten 5. Rang. Direkt dahinter klassierte sich die Mannschaft von Sven Renggli mit Noël Limacher, Livio Maly und Liam Burri auf Rang 6. Dieses Resultat ist als sehr stark einzustufen und lässt für die Zukunft hoffen. In der U23-Wertung sicherte sich das Team Renggli damit den Vize Weltmeistertitel hinter dem Letten Grantins.
Die Junioren-Weltmeisterschaften 2026 in St. Moritz verliefen aus Schweizer Sicht äusserst erfolgreich. Mit einem Weltmeistertitel, mehreren Podestplätzen sowie starken Resultaten in den U23-Wertungen bestätigten die Juniorinnen und Junioren ihre positive Entwicklung über die gesamte Saison hinweg. Die erzielten Ergebnisse auf heimischem Eis unterstreichen das Potenzial des Schweizer Nachwuchses und geben berechtigte Hoffnung für die kommenden Jahre.
Text: Sven Renggli
Fotos: olympiabobrun