Das Zweierbob Rennen der Herren eröffnete am 16. Februar mit den ersten beiden Läufen sowie am 17. Februar mit Lauf drei und vier die olympischen Wettbewerbe bei den drei Herrenteams. Die Trainingsläufe zeigten das grosse Potenzial und machten Hoffnung für ein tolles Resultat. Am Ende resultierten solide Platzierungen – auch wenn der Sprung ganz nach vorne noch nicht gelingen sollte.
Am Start standen drei Schweizer Duos:
Team Vogt mit Michael Vogt und Amadou Ndiaye,
Team Follador mit Cédric Follador und Luca Rolli sowie
Team Rohner mit Timo Rohner und Anschieber Tim Annen.
Der grösste Rückstand hatten alle drei Teams am Start zu verzeichnen, dort fehlten die entscheidenden Hundertstelsekunden, um ganz vorne mitzukämpfen.
Eine zentrale Rolle spielte Kurve 4, die sich als schwierige Schlüsselstelle erwies. Fahrerisch präsentierte sie sich anders als noch beim Weltcup im November. Die leichte Veränderung machte vielen Athleten zu schaffen, und wer hier nicht die Idealline traf, verlor wertvolle Zeit für den restlichen Bahnteil. Auch die Schweizer Piloten mussten in dieser Passage Lehrgeld bezahlen, was sich in den Laufzeiten bemerkbar machte.
Michael Vogt und Amadou Ndiaye zeigten über alle vier Läufe hinweg eine konstante und konzentrierte Leistung. Mit guten Starts und sauberen Fahrten hielten sie Anschluss an die erweiterte Spitze. Um ganz vorne mitzufahren, fehlte es am Start, doch mit Rang 6 darf das Team durchaus zufrieden sein und sich über ein olympisches Diplom freuen.
Weniger optimal begann das Rennen für Cédric Follador und Luca Rolli. Am Start konnten sie nicht sehr überzeugen, und im ersten Lauf schlich sich zudem ein Fehler ein, der sie nach dem Ersten Lauf auf Rang 17 zurückwarf. In den verbleibenden Läufen ging es darum möglichst das Maximum herauszuholen. In der Bahn lief es deutlich besser und es gelang dem Duo sich noch auf Rang 14 vorzuarbeiten.
Timo Rohner und Tim Annen starteten solide in den Wettbewerb und lagen nach den ersten Läufen auf Rang 14, unmittelbar vor Team Follador. Sie waren über alle vier Läufe sehr Konstant schlussendlich klassierten sie sich auf Rang 15.
Auch wenn im Zweierbob der ganz grosse Exploit noch ausblieb, legten die Schweizer Teams mit ihrem engagierten Auftritt die Basis für den weiteren Verlauf der olympischen Winterspiele.
Text: Sven Renggli
Fotos: IBSF / Viesturs Lacis