Parasport

Behinderungen erleben dürfen. Aus diesem Grund setzen wir uns in Zusammenarbeit mit IBSF dafür ein, dass eben diesen Sportlern der Weg auf die Bahn ermöglicht wird.
 
Geschichte
Im Winter 2002/2003 waren die beiden Amerikaner Aaron Lanningham (querschnittsgelähmt) und Gary Kuhl (unterhalb des Knies beinamputiert) die ersten behinderten Athleten, die in Park City mit einem Bob eine Bobbahn hinunterfuhren. Lanningham startete sitzend im Bob und Kuhl schob seinen Bob selber an. Vier Jahre später erhielt Gary Kuhl die IBSF-Pilotenlizenz und fuhr Rennen gegen Athleten ohne Behinderungen. Auch Lanningham startete später an Nordamerika-Cup-Rennen.
Daraufhin gab es eine Entwicklung und in der Zwischenzeit ist der Parasport bereits ein fester Bestandteil der IBSF.
 
Einen wichtigen Beitrag zu dieser Entwicklung kam dabei auch aus der Schweiz. Renzo Podar baute mit der Unterstützung von Fritz Burkard den ersten Para Monobob, der dann 2012 in St. Moritz ein erstes Mal zum Einsatz kam. Ein Jahr später fand der erste international anerkannte Wettkampf für Athleten mit Behinderung in Sigulda statt.
Mit den ersten Para-Weltcup-Rennen in der Saison 2014/2015 wurde der Grundstein gelegt, dass der Para Bob und Para Skeleton für die Paralympischen Winterspiele 2022 in Beijing ins Programm aufgenommen wurden.
 
Ausrüstung
Bei Para-Bob Events werden Monobobs der IBSF eingesetzt, die auch von der IBSF gewartet werden.
An den Para-Skeleton Events werden Standard-Schlitten gefahren, die dem IBSF-Reglement für Skeleton-Schlitten entsprechen.
 
Eignung
Nicht alle Behinderungen sind für alle Para-Sportarten geeignet. Das Internationale Paralympische Komitee hat dazu zehn Behinderungsarten definiert, welche es für die Sportarten akzeptiert und anerkennt. Die IBSF hat auf Empfehlung des Internationalen Paralympischen Komitees vier Kategorien für den Parabob und Paraskeletonsport für Wettkämpfe freigegeben. Es sind dies Muskelkraftbeschränkung, beschränkte passive Bewegungsfreiheit, Gliedmassenverlust oder -behinderung und Beinlängendifferenz.
Für die Berechtigung zur Teilnahme an Paraevents der IBSF werden die Athleten vorgängig von Klassifizierungsexperten beurteilt. Zu dieser Beurteilung gehören klinische Tests und Beobachtungen.
 
Weitere Informationen gibt es bei der IBS