Olympia-Medaillentraum für Marina Gilardoni ausgeträumt

Olympia-Medaillentraum für Marina Gilardoni ausgeträumt

Leider stürzte sie Mitte Oktober bei den Vorbereitungen auf der Olympiabahn in China erneut sehr schwer und eine erneute Hirnerschütterung war - nebst einigen Prellungen - die Diagnose. Dies bedeute eine erneute Pause und anstelle des Kraft- und Schnelligkeitstrainings kamen Übungen für Augenmotorik, Gleichgewicht sowie Nackenmuskulatur zum Zuge. Die grossen Probleme mit den Augen führten auch im Alltag dazu, dass sich erhöhte Müdigkeit und Kopfschmerzen bemerkbar machten.

Nach unzähligen Spezialbehandlungen kam Mitte November erstmals wieder etwas Ruhe ins System und die ersten sportlichen Betätigungen fanden auf dem Fahrrad-Ergometer statt. Dies ist nach Aussage von Marina zwar nicht ihr Lieblingssport, aber immerhin konnte sie sich sportlich wieder einigermassen betätigen. Marinas Körper reagierte sehr gut auf dieses Fahrradtraining und sie durfte anschliessend ihre ersten Laufeinheiten absolvieren. Trotz niedriger Intensität reagierte jedoch ihr Körper mit heftiger Übelkeit und Schwindel darauf. Diese Tatsache änderte sich auch in den nachfolgenden, etwas angepassten Einheiten nicht.

Um die für eine Olympia-Selektion nötigen Qualifikationsrennen zu erreichen (derer 6 auf 3 verschiedenen Bahnen), müsste Marina Gilardoni in der nächsten Woche in Winterberg am Start sein.

«Aufgrund der Symptome nach dem Joggen und dem akut erhöhten gesundheitlichen Risiko eines Rückfalls habe ich mich schweren Herzens dazu entschieden, auf das Rennen zu verzichten. Es ist zu früh, um in den Eiskanal zurückzukehren. Es tut weh, den Traum einer Olympiamedaille in China loszulassen. Aber ich weiss zumindest, dass mein Team und ich alles versucht haben.»

Wir wünschen Marina eine gute Besserung sowie eine baldige Rückkehr in den Eiskanal.